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Letztes Wochenende waren wir zu Gast beim BSV St.Leon-Rot zum Jubiläumsturnier anlässlich des 25-jährigen Bestehen des Vereins. Der Wetterbericht versprach für dieses Wochenende nur das Beste und so freuten wir uns darauf mit so vielen Leuten zu einem Turnier zu kommen, wie noch nie zuvor. Mit insgesamt 15 Männern, Frauen und Kindern waren wir angereist zum Schießen, Feiern und natürlich auch zum Spargel essen...
Wir erreichten am Samstag Morgen gegen 7:30 Uhr nach einer starken Stunde Fahrt das Vereinsgelände des BSV . Der auf dem Außengelände eingerichtete Campingplatz wurde bereits gut genutzt, denn viele Schützen waren bereits am Freitag angereist. Bis zum Start um 10:00 Uhr war noch ausreichend Zeit, zu Frühstücken, sich einzuschreiben, aufzurödeln und sich auf dem Einschießplatz, der sich ebenfalls direkt beim Vereinsheim , neben dem Campingplatz befand ordentlich auf Entfernungen einzuschießen. Nach ausführlicher Ansprache durch Lorenz Kachler durften wir selbständig zu den Scheiben los marschieren, was sich mittels Parcoursplan und hervorragender Parcoursausschilderung leicht bewerkstelligen lies. Der Parcours selbst war nicht sehr weitläufig und samt und sonders natürlich mit nagelneuen Franzbogen-Tieren ausgestattet. Obwohl das Gelände im wesentlichen flach war holten die Parcoursbauer dennoch das bestmöglich heraus, so dass es ein schöner und anspruchsvoller Parcour war der uns das Leben, sowohl am Samstag bei der 3-Pfeilrunde, als auch am Sonntag bei der Einpfeil-Hunterrunde wahrlich nicht leicht machte. Besonders schwer hatten es allerdings unsere Neulinge, die bereits am Samstag Angst haben mussten, für den 2. Tag nicht mehr genügend Pfeile zu haben um Antreten zu können. Der für den Spargel optimale lockere, sandige Boden ist die Hölle für den Bogenschützen, da sich die Pfeile teilweise derart tief eingraben, dass man sie selbst mit bewährtem Kratzwerkzeug nicht mehr zum Auftauchen bewegen konnte. Hier hätte man vielleicht mit etwas mehr Pfeilfang viel Sucherei vermeiden können.
Anlässlich des Jubiläums hatte man sich natürlich auch etwas besonderes einfallen lassen, so wurden von den angrenzenden Vereinen 4 Sonderscheiben ausgerichtet, die außerhalb der Wertung, für eine Auslosung am Sonntag Abend zu absolvieren waren. So durften wir beim Schützenverein mit dem Kleinkalibergewehr auf eine Tierbildscheibe schießen. Beim Reitverein von einem hölzernen Trainingspferd schießen. Der Fußballverein hatte dafür eine Torwand aufgestellt, auf die wir, natürlich mit Fußbällen schießen mussten und schließlich hat der Tennisverein noch Pfeile mit Tennisbällen bespitzt, die mit bereitgestellten Bögen auf einen klappbaren Tennisschläger geschossen werden mussten. Auf jeden Fall alles witzige Ideen die uns Spaß gemacht haben.
Nichts desto trotz kamen wir am ersten Abend nach immerhin 8 Stunden, ohne Stau vom Parcours zurück, ziemlich erledigt, aber trotzdem größtenteils zufrieden und in freudiger Erwartung auf einen gemütlichen Abend mit den anderen Schützen auf dem Gelände des BSV. Dieser fand dann auch statt und wurde von Lorenz Kachler mit selbsgesungenen Rock- und Blues-Klassikern musikalisch begleitet. Ein schöner Abend auf alle Fälle.
Der Sonntag begann für uns mit Frühstück am Vereinsheim der Bogenschützen mit leckerem Rührei und Speck. Sowas findet man nicht auf jedem Turnier. An diesen Tag wurde der Parcours, der bis auf die Sonderscheiben, die durch 4 reguläre Scheiben ersetzt wurden im wesentlichen gleich war, als Hunterrunde auf 32 Scheiben geschossen. Auch an diesem Tag war wieder traumhaftes Wetter und Gott sei Dank blies der Wind nicht mehr ganz so stark, wie am Vortag, so dass auch die Scheiben auf freiem Feld gut geschossen werden konnten. Nach der Rückkehr vom Parcours blieb bis zur Siegerehrung glücklicherweise noch ausreichend Zeit sich an der Spezialität der Region, dem Spargel, der in leckerer Soße zu Nudeln und Schnitzel gereicht wurde, gütlich zu tun.
Die Siegerehrung bei diesem Turnier zeichnet sich durch besondere Preise aus, so werden zum Einen für die Ersten einer Bogenklasse, je nach Klassengröße 3D-Tiere vergeben und für die kleineren Klassen, sowie für weitere Platzierungen ein Bund frischer Spargel. Für die Kinder und Jugendlichen gab es Urkunden und Pokale. Der erste Preis bei der großen Klasse der BHR Herren ging an Alexander Herbrich, der dafür einen Ziegenbock bekam, ein Tier, das neu im Programm bei Franzbogen ist. Direkt im Anschluss an die Siegerehrung fand die, wohl schon traditionelle Versteigerung fast sämtlicher Tiere des Parcours statt, bei der auch wir unseren Zoo um einige Tiere erweitern konnten. Nun folgte der offizielle Teil der Feier zum 25-jährigen Bestehen des Vereins statt, so gab es Salutschüsse vom Schützenverein, Ansprachen vom Vereinvorstand Lorenz Kachler, DFBV -Präsident Uli Groß und dem Bürgermeister von St. Leon-Rot. Es gab eine Präsentation der verschiedenen Bogenarten mit entsprechender Demonstration durch Schützen der Vereinsjugend. Auch die Jagdhornbläser gaben einige Stücke zum Besten, wie zum Beispiel „Sau tot – Kill!“ ;-) Schließlich wurde das bereitgestellte Buffet durch Lorenz Kachler für eröffnet erklärt, allerdings nicht, ohne zuvor noch ein Ständchen („We did it our way“) zum Besten zu geben. Das Buffet bestand aus reichlich leckeren Wurst-, Käse- und Botspezialitäten, so wie Wein nach Belieben und das alles gab es umsonst. So durften wir in angenehmer Runde bis in die späten Stunden zusammen mit den Bogenschützen St. Leon-Rot das Jubiläum feiern. Zu später Stunde wurde dann sogar auch noch die Kasse für Getränke ganz geschlossen. Alle Achtung. Da hat man sich mal nicht lumpen lassen. Am nächsten Morgen hätte es auch noch ein gemeinsames Frühstück gegeben, an dem wir aber nicht mehr teilnahmen. Alles in Allem ein wirklich gelungenes Turnier an dem wir auch zum 26-jährigen wieder teilnehmen wollen. Nochmal Dank an die St. Leon-Roter Bogenschützen für dieses erstklassige Turnierwochenende. Bilder zum Turnier gibt es wie immer in unserer Bildergalerie und die Ergebnisliste bei uns im Downloadbereich. |